Geschichte der Fensterabdeckungen – von der Antike bis zu maßgefertigten Rollos und Plissees
Im Alltag fragen sich die meisten Menschen kaum, welche Geschichte die Gegenstände haben, die sie umgeben. Meist achten wir vor allem auf ihre Funktion. Dennoch lohnt es sich, die kindliche Neugier auf die Welt zu bewahren. Deshalb erklären wir, welche Entwicklung Rollo und Plissee durchlaufen haben. Sie helfen uns noch immer dabei, den privaten Wohnbereich von der Außenwelt abzugrenzen, bieten dabei aber deutlich mehr Freiheit als frühere Konstruktionen. Heute lassen sie sich nicht nur an die Maße des Fensters, sondern auch an die Funktion des Raumes, die Inneneinrichtung und den Tagesrhythmus der Bewohner anpassen.
Heute können wir den Einfall des Sonnenlichts mühelos steuern. Es genügt, ein Rollo hoch- oder herunterzulassen oder ein Plissee auf der gewünschten Höhe zu positionieren. Über viele Jahrhunderte war das jedoch längst nicht so einfach wie heute.
Wie wurden Fenster in der Antike abgedeckt?
Es lässt sich nicht eindeutig feststellen, wann die ersten Fenster in Wohnhäusern auftauchten. Sicher ist jedoch, dass sie bereits im antiken Griechenland und im Römischen Reich bekannt waren. Die ältesten Tempel wurden ohne Verglasung errichtet. Ihr Inneres wurde hauptsächlich durch die Türen beleuchtet und nach Ansicht einiger Archäologen zusätzlich durch Öffnungen in den Dächern. Erst im Laufe der Zeit kamen auch Fenster zum Einsatz.
| Schon gewusst? |
Ein bemerkenswertes Beispiel für die Nutzung von Tageslicht ist das römische Pantheon, das um 125 n. Chr. erbaut wurde. In der Mitte seiner abgerundeten Kuppel befindet sich eine Öffnung mit einem Durchmesser von rund acht Metern. Sie ist nicht abgedeckt, sodass sowohl Sonnenstrahlen als auch Regen ins Innere gelangen. Damit sich nicht zu viel Wasser ansammelt, wurde im Fußboden ein Entwässerungssystem angelegt.
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Die ersten Abdeckungen – nicht nur aus Stoff
Die Idee, Wandöffnungen abzudecken, ist wesentlich älter als Glasscheiben, Gardinenstangen oder Rollos. Zusammen mit dem Licht gelangten warme oder kalte Luft, Staub und Insekten in die Gebäude. Deshalb deckte man die Öffnungen mit Stoffen, Tierhäuten, steinernen Gittern oder Holztafeln ab. Mit solchen Lösungen ließ sich die Lichtmenge allerdings nicht regulieren. Dennoch bildeten sie den Ausgangspunkt für die Entwicklung von Produkten, die Innenräume vor äußeren Bedingungen schützen.
Fensterläden aus Holz als Schutz für das Haus
Lange Zeit war Holz einer der wichtigsten Werkstoffe zum Verschließen von Fenstern. Es ließ sich leicht bearbeiten und ermöglichte den Bau einer stabilen Barriere. Fensterläden wurden je nach örtlicher Architektur, Kultur und Witterung außen oder innen am Gebäude angebracht.
Im geschlossenen Zustand hielten sie das Tageslicht vollständig ab. Dadurch schützten sie vor Wind und erschwerten den Blick ins Innere. Eine massive Holztafel erlaubte jedoch keine stufenweise Regulierung der Beschattung. Man musste sich zwischen einem offenen Fenster und einem dunklen Raum entscheiden.
Mit der Zeit wurden Fensterläden mit Ausschnitten und Schlitzen versehen, durch die ein Teil des Lichts eindringen konnte. Dadurch erfüllten sie nicht nur eine praktische, sondern auch eine dekorative Funktion. Form und Ausführung ließen sich an die Architektur des Gebäudes anpassen.
In einigen Ländern gehören hölzerne Fensterläden bis heute zu den charakteristischen Elementen der regionalen Bauweise.
Die Entwicklung des Glasfensters
Die Weiterentwicklung der Glasherstellung hatte großen Einfluss auf das Erscheinungsbild von Gebäuden. Die Verglasungen wurden immer größer und sorgten für mehr Tageslicht in den Häusern. Eine Frage blieb jedoch bestehen: Durch die Scheibe konnte man weiterhin ins Innere sehen. Benötigt wurden daher Lösungen, die Privatsphäre gewährleisteten und zugleich eine Regulierung des Lichteinfalls ermöglichten.
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Die Anfänge des Rollos in europäischen Häusern
Eine interessante Erwähnung findet sich im Inventar eines wohlhabenden Hauses in Kopenhagen aus dem Jahr 1669. Unter den Ausstattungsgegenständen wurden Abdeckungen aufgeführt, die mithilfe von Schnüren bedient wurden. Solche Mechanismen waren also bereits im 17. Jahrhundert in europäischen Innenräumen zu finden.
Die Flächen der Rollos wurden mit Pflanzen- und Tiermotiven sowie Landschaften verziert. Vollständig heruntergelassen wirkte der Stoff wie ein dekoratives Bild. Der Mechanismus war deutlich einfacher als bei heutigen Modellen, zeigt aber, dass die Idee einer beweglichen Stoffbahn am Fenster eine lange Tradition besitzt.
Woher stammt das Plissee?
Das Plissieren von Materialien war lange vor der Entstehung moderner Fensterabdeckungen bekannt. Regelmäßige Falten wurden bei Kleidung, Fächern und Dekorationen eingesetzt. Später übertrug man ein ähnliches Prinzip auf das Fenster. Eine ziehharmonikaartig gefaltete Fläche lässt sich auseinanderziehen und benötigt im zusammengeschobenen Zustand nur wenig Platz.
Papier gehörte zu den Materialien, die sich besonders leicht in gleichmäßige Falten legen ließen. Daraus hergestellte Abdeckungen waren leicht und preiswert, zugleich aber deutlich weniger widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, Sonnenlicht und häufiges Öffnen und Schließen.
Die Geschichte des Rollos und des Federmechanismus
Der nächste Entwicklungsschritt erfolgte, als Stoff mit einer Konstruktion verbunden wurde, die das Aufrollen ermöglichte. Statt die Bahn seitlich zur Seite zu schieben, konnte sie nun über das Fenster angehoben werden.
Die ersten aufrollbaren Fensterabdeckungen sollen im 17. Jahrhundert in den Niederlanden erschienen sein. Im folgenden Jahrhundert wurden sie zunehmend verbreitet. Anfangs wickelte man den Stoff von Hand auf eine Welle und fixierte ihn anschließend mit einer Schnur. 1870 wurde in den Vereinigten Staaten ein Federmechanismus patentiert, der das automatische Aufrollen erleichterte.
Im 20. Jahrhundert wurden Bedienungssysteme, Montagearten und Materialien laufend verbessert. Ein Rollo wurde nun nicht mehr nur nach der Größe der Verglasung ausgewählt, sondern auch nach der Nutzung des Raumes und dem gewünschten Grad der Lichtdurchlässigkeit.
Wie haben sich moderne Fensterabdeckungen verändert?
Heutige Fenster unterscheiden sich in ihren Abmessungen und Konstruktionen. In ihrer Nähe stehen häufig Schreibtische, Esstische, Küchenarbeitsplatten oder Sitz- und Ruhebereiche. Eine einzige feste Position der Abdeckung eignet sich daher nicht immer für alle Situationen im Tagesverlauf.
Moderne Systeme können die Scheibe nicht nur verdecken, sondern ermöglichen auch, Privatsphäre und Lichteinfall an die jeweilige Nutzung des Raumes anzupassen.
Plissee – Privatsphäre und Licht in einer Lösung
Ein Plissee kann passend zu den Maßen eines bestimmten Fensters angefertigt werden. Ein wichtiger Vorteil besteht darin, dass nur ein ausgewählter Bereich der Scheibe abgedeckt werden kann. Der untere Teil schützt die Privatsphäre, während durch den freien oberen Bereich weiterhin Tageslicht in den Raum gelangt.
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Eine solche Einstellung eignet sich beispielsweise für eine Küche im Erdgeschoss mit Blick auf den Gehweg. Wird das Plissee im unteren Fensterbereich positioniert, erschwert es Passanten den Einblick auf Augenhöhe, ohne den gesamten Raum zu verdunkeln.
Heute steht eine große Auswahl an Stoffen zur Verfügung. Ihre Farbe kann auf Wände, Möbel oder Accessoires abgestimmt werden, während die regelmäßigen Falten den Bereich rund um die Scheibe optisch ordnen. Das Material lässt sich auch nach einer bestimmten Funktion auswählen, etwa um den Einfall von Sonnenstrahlen zu begrenzen oder den Innenraum vor übermäßiger Erwärmung zu schützen.
Doppelrollo – die nächste Stufe der Lichtregulierung
Ein maßgefertigtes Doppelrollo besteht aus abwechselnden Stoffstreifen mit unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit. Werden die beiden Stofflagen gegeneinander verschoben, lässt sich die Lichtmenge präzise abstufen, ohne die gesamte Fensterabdeckung hochziehen zu müssen.
Dieses Prinzip zeigt deutlich, wie sich der Umgang mit Fensterabdeckungen verändert hat. Ein früherer Fensterladen sollte die Öffnung vor allem dicht verschließen. Ein modernes Rollo hilft dagegen, die Bedingungen im Raum an den Tagesrhythmus, den Sonnenstand und die Nutzung des Wohnbereichs anzupassen.
Rollo und Plissee nach Maß – passend zum Fenster
Dank der Entwicklung der Branche können Rollo und Plissee heute nach Maß bestellt werden. Dafür wird das Fenster entsprechend der Anleitung für das jeweilige Produkt ausgemessen. Anschließend werden die ermittelten Werte in den Konfigurator auf der Website eingegeben. Nach der Wahl von Größe, Stoffart und weiteren Parametern kann die Bestellung aufgegeben werden. Die fertige Fensterabdeckung entspricht den angegebenen Maßen und lässt sich einfach und intuitiv montieren.
Wie wählt man die Fensterabdeckung passend zum Raum?
Die größte Veränderung in der Geschichte der Fensterprodukte betrifft nicht nur Materialien und Mechanismen. Auch die Art der Kaufentscheidung hat sich gewandelt. Früher hing die Wahl vor allem vom Klima und den lokal verfügbaren Rohstoffen ab. Heute kann die Abdeckung gezielt an einen bestimmten Raum und an die täglichen Gewohnheiten der Bewohner angepasst werden.
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Im Schlafzimmer kann eine starke Begrenzung des Lichts entscheidend sein. Im Wohnzimmer steht häufiger die stufenweise Regulierung im Vordergrund, während in einer Küche im Erdgeschoss der Schutz vor den Blicken von Passanten wichtig ist. Im Homeoffice sollte sich die Abdeckung so einstellen lassen, dass Spiegelungen auf dem Bildschirm reduziert werden, ohne den ganzen Tag auf Tageslicht verzichten zu müssen.
Auch die Rolle der Ästhetik hat sich verändert. Ein schwerer Fensterladen war ein deutlich sichtbarer Bestandteil der Architektur. Eine moderne Fensterabdeckung kann nahezu mit dem Rahmen verschmelzen oder einen kräftigen Farbakzent setzen. Entscheidend bleibt jedoch die Funktionalität. Selbst ein attraktiver Stoff erfüllt seinen Zweck nicht, wenn die Konstruktion der Abdeckung nicht zur Nutzung des Fensters passt.
Die Geschichte geht weiter – heute schreibt Estika daran mit
Über Jahrhunderte haben sich Fensterabdeckungen gemeinsam mit den Bedürfnissen der Bewohner verändert. Ihre Geschichte zeigt, dass es keine einzige Lösung für jede Situation gibt – neue Konstruktionen entstanden stets als Antwort auf unterschiedliche Erwartungen. Heute hilft uns dasselbe Prinzip dabei, das Produkt auszuwählen, das am besten zu den Anforderungen eines modernen Zuhauses passt.
Standard Plissee-Rollos
Verdunkelnde Plissee-Rollos
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Standardrollos
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